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Soldat im Krieg

Der zweite Weltkrieg und seine Folgen

Kein anderer Krieg hat so viel Leid und Zerstörung gebracht, wie der Zweite Weltkrieg. Die Weltordnung geriet aus den Fugen und setzte sich nach der Beendigung der Kampfhandlungen wieder neu zusammen. Der Ost- und Westblock war geboren und die Welt stürzte in eine langanhaltende Phase des kalten Krieges. Das Gleichgewicht in Europa geriet aber durch die Nachwehen des Ersten Weltkriegs ins Wanken. Deutschland radikalisierte sich unter den schweren Lasten und fiel in eine depressive Periode des Antisemitismus und Rassenwahns. Die damit einhergehenden expansiven Handlungen konnten die restlichen Europäer, schlielich die ganze Welt, nicht ruhen lassen. Schnell versuchte jedes Land zu erkennen, welche Vorteile zu erlangen waren.

Der Zweite Weltkrieg und sein Ende im Mai 1945

Soldat im Krieg
Für die zunächst erfolgreichen deutschen Truppen setzte nach den ersten Jahren eine Zeit der Stagnation ein. Europa und die Welt sammelte sich und bereitete den großen Gegenschlag vor. Die Sowjetunion spielte eine zwielichtige Rolle und wechselte die Seiten im opportunen Moment. England und Frankreich waren unmittelbar betroffen und versuchten ihre Kräfte zu bündeln. Die USA trat in den Krieg ein, um ihre Position als Weltmacht, die gerade erst begonnen hatte, zu festigen. Deutschland manövrierte sich durch die kriegstreibende Rolle vollständig ins Abseits und wurde von den Alliierten vollständig niedergeworfen. Im Pazifikraum kämpften die Japaner noch eine Weile weiter, mussten aber nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ebenfalls alle Kampfhandlungen einstellen. Adolf Hitler hatte sich selbst getötet und das nunmehr führerlose Deutschland war der Gnade der Alliierten ausgeliefert. Nicht jeder war bereit Deutschland eine Lebenschance zu geben, letztendlich führten hauptsächlich wirtschaftliche Interessen dazu, dass Deutschland eine Perspektive bekam. Mit der Besatzungszeit ab Mai 1945 beginnt in Deutschland der schwierige Prozess der Aufarbeitung des Dritten Reichs. Die Entnazifizierung sollte noch Jahrzehnte andauern.

Besatzungszeit und Gründung der beiden deutschen Staaten

Besatzung durch Flugzeug
Die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen war schon nach kurzer Zeit problematisch, als die sowjetische Zone einen eigenen Weg zu gehen entschied. Die Zeichen standen schnell auf einer fundamentalen, auf ideologischen Werten basierten, Trennung. Im Jahr 1949 wurde von den drei Westmächten die Gründung der Bundesrepublik Deutschland vorangetrieben, der schon nach kurzer Zeit im Osten die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik folgte. Der Riss, der sich nun durch Europa zog, war nirgendwo spürbarer als an der innerdeutschen Grenze. Besonders die ehemalige Hauptstadt Berlin litt unter der Teilung und entwickelte sich zu einerunvollständigen Metropole, die ihren wahren Glanz erst nach der Wiedervereinigung entwickeln sollte.

Die Zeit des kalten Krieges war eine weltweite Konfrontation zweier Ideologien, die sich in der Kubakrise zuspitzte und fast einen weiteren Weltkrieg hervorgebracht hätte. Immer wieder prallten die Interessen der beiden Blöcke aufeinander. Eine Rihe von blockfreien Staaten versuchte möglichst günstig die Vorteile auf beiden Seiten zu nutzen. Das Bild und die Mentalität von Europa wurden in dieser Phase geprägt und sind auch der Grund für heutzutage herrschendes Misstrauen der Europäer untereinander. Zu lange waren die Blöcke tief verfeindet und alle Informationen des gegnerischen Blocks wurden rigoros gefiltert.

Die Bedeutung des Zweiten Weltkriegs

Heute wird immer wieder betont, dass der Zweite Weltkrieg der letzte Krieg gewesen sein soll, der die Menschheit in ein globales Verderben führt. Dabei wird besonders die Angst geschürt, dass heutige Waffensystem noch um ein Vielfaches verheerender wirken können, als dies damals der Fall war. Die Lehren aus dem Krieg scheinen aber stets mehr in Vergessenheit zu geraten. Aktuell können viele Bewegungen auf der Welt erkannt werden, die Krieg als Option, manchmal als einzige Option, für eine Problemlösung sehen. Aus der Geschichte wurde in diesem Fall nicht gelernt.